Mini-Fest in Luzern

Unter Tausenden Seinesgleichen

Am 10. September fand auf der Allmend in Luzern das 7. Deutschschweizer Minifest statt. Inmitten 8000 Ministranten trafen auch die Scharen von Ballwil, Eschenbach und Inwil kurz vor der Eröffnungsfeier beim gemeinsamen Treffpunkt vor der grossen Bühne ein. Schon bald schallte der Schweizerische Minisong über den weiten Platz, ehe nach einem kurzen Gottesdienst ein Meer weisser T-Shirts das Messegelände flutete und sich allmählich auf die über 150 Ateliers verteilte. Da wurden eifrig Mohrenköpfe geschleudert, Kletterwände bezwungen, Kerzen verziert und Glocken geworfen. Mehr Geduld brauchte es beim Anstehen für Airbrush-Tattoo, Bungee-Trampolin oder einen wilden Rodeo-Ritt. Postkarten konnten gratis den Liebsten nach Hause geschickt werden und Fürbitten ans Kapuzinerkloster übermittelt, und Radiogrüsse wurden mit einer Zuckerwatte belohnt. Ein rätselhaftes «Game of Tarzisius» führte über das weitläufige Gelände und in die Welt des Ministranten-Heiligen, der in Zeiten der Christenverfolgungen heimlich die Kommunion zu Armen und Kranken brachte.

Zur Mittagszeit trafen sich alle drei Scharen zum gemeinsamen Treffpunkt, um sich zu stärken, erste Erlebnisse auszutauschen und Gruppen neu zu bilden, ehe sie wieder in die Welt der Spiele eintauchten. Zum Abschluss des Tages guugten die Rotsee Husaren zum gemeinsamen Finale, welches mit dem bunten Luftballon-Feuerwerk den traditionellen Abschluss fand. Erfüllt mit unzähligen Eindrücken und im Bewusstsein, zu einer immensen Schar Gleichgesinnter zu gehören, stopften sich alsdann die Altardienerinnen und ihre Kollegen in die bereitstehenden Busse und Züge, um müde – teils sogar dösend – den Heimweg anzutreten.

Christoph Beeler-Longobardi